DOG 2021

Kurse und Webseminare

Die Teilnahme an den Kursen/Webseminaren ist nur für zum Kongress registrierte Teilnehmer möglich, eine separate Buchung ist erforderlich.

Kursprogramm 1
Skill Building
und weitere Angebote für den wissenschaftlichen Nachwuchs

Das Programm Skill Building für den wissenschaftlichen Nachwuchs wendet sich primär an Kolleginnen und Kollegen in der Facharztausbildung. Ziel dieser fortbildungsbegleitenden Veran­staltungen ist es, grundlegende Kenntnisse und Fertigkeiten zu vermitteln, sowie wissenschaftliches Arbeiten, (Selbst-) Management, Interaktion und Teamfähigkeit zu fördern.
Fachärzte: Euro 40,-, Assistenzärzte in Weiterbildung: Euro 15,-
Die Teilnehmerzahl ist auf 25 begrenzt.


Samstag, 02.10.2021, Teil 1: 10:00-10:45 Uhr, Teil 2: 12:00 – 12:45 Uhr
Scientific Skills
Ulrich Schiefer (Aalen), Michael Bach (Freiburg)

Dieser Kurs wendet sich primär an Kolleginnen und Kollegen in der Facharztausbildung. Ziel dieser fortbildungsbegleitenden Veranstaltung ist es – jenseits der ophthalmologischen Ausbildung –, Kenntnisse und Fertigkeiten zu vermitteln, die wissenschaftliches Arbeiten, (Selbst-)Management und Teamfähigkeit fördern: Tipps und Tricks von erfahrenen Wissenschaftlern, um formale Hürden schneller zu meistern.
Max. TN-Zahl: 25

Samstag, 02.10.2021, Teil 1: 14:00 – 14:45 Uhr, Teil 2: 16:00-16:45 Uhr
Refraktionskurs
Ulrich Schiefer (Aalen), Judith Ungewiß (Aalen/Tübingen)

Diese Veranstaltung wendet sich primär an Kolleginnen und Kollegen in der frühen Phase ihrer Facharztausbildung. Ziel dieser fortbildungsbegleitenden Veranstaltung ist es, erste Kenntnisse und Fertigkeiten in der Visus- und Refraktionsbestimmung zu vermitteln.

Symposien

Freitag, 01.10.2021, 13:00 – 13:45 Uhr
Erfolgreich promovieren mit DOG-Doktorandenstipendien
Deniz Hos (Köln), Stephanie Joachim (Bochum)

Das DOG-Doktorandenstipendien-Programm zur Förderung von medizinischen Doktorarbeiten auf dem Gebiet der Augenheilkunde wird vorgestellt. Neben Informationen zum Programm und der Antragsstellung geben aktuelle Preisträger Einblick in ihre geförderten Projekte. Die Doktoranden/-innen gehen den unterschiedlichsten wissenschaftlichen Fragestellungen der Augenheilkunde im Rahmen von klinischen oder experimentellen Studien auf den Grund.

Freitag, 01.10.2021, 18:00 – 19:00 Uhr
Verschiedene Wege zum Erfolg – Karriere in der Augenheilkunde
Symposium der AG Young DOG mit anschließendem Get Together

Sven Schnichels (Tübingen), Bettina Hohberger (Erlangen), Mehdi Shajari (München)

Im diesjährigen Symposium der AG Young DOG werden verschiedene Karrieremöglichkeiten –Forschung, Praxis, Klinik, Industrie– in der Augenheilkunde vorgestellt. Im Anschluss an das Symposium erfolgt das Get-Together mit den Referenten, erfahrenen Wissenschaftlern, Mentoren sowie Chef- und Oberärzten. Hier kann ein informeller Austausch stattfinden und es ist Gelegenheit zum zwanglosen Networking.

Samstag, 02.10.2021, 18:00 – 18:45 Uhr 
Auf dem Weg zum Facharzt – Was muss der Assistenzarzt wissen?
Elisabeth M. Messmer (München), Berthold Seitz (Homburg/Saar)

Der Workshop vermittelt Assistenzärzten/-innen in der Ausbildung in prägnanter Form Möglichkeiten der Fort- und Weiterbildung für den Facharzt (Ophthalmologisches Curriculum, ophthalmologischer Grundlagenkurs der DOG) sowie Voraussetzungen und praktische Durchführung der Facharzt- und FEBO-Prüfungen.


Kursprogramm 2
Medizin und Management

Nicht nur Chefärzte übernehmen im Laufe ihres Berufslebens Führungsaufgaben in Augenkliniken: Auch als Teamleiter, Oberärzte oder in anderen Funktionen übernehmen Augen­ärzte Leitungsfunktionen. Häufig allerdings, ohne fundiert darauf vorbereitet worden zu sein. Hier setzt das Programm „Medizin und Management“ an, das Einblicke in wichtige Aspekte der Gesundheitsökonomie, Mitarbeiterführung und Konfliktmanagement bietet. Dieses Programmangebot wen­det sich in erster Linie an Kliniker.
Fachärzte: Euro 40,-, Assistenzärzte in Weiterbildung: Euro 15,-
Die Teilnehmerzahl ist auf 25 begrenzt.

Freitag, 01.10.2021, 12:00 – 12:45 Uhr
Medizin und Management: Führung und Motivation
Berthold Seitz (Homburg/Saar)

„Auf Dauer hat jeder Chef die Mitarbeiter, die er verdient.“ Führungskräfte müssen sich ihren Führungsaufgaben stellen. Führungskräfte wirken durch ihr Vorbild („heitere Gelassenheit“, „Darüberstand“). Führungskräfte sollen sich durch persönliche, soziale, methodische und fachliche Kompetenz auszeichnen. Junge Mitarbeiter/-innen wünschen sich Begeisterung, Glaubwürdigkeit, Authentizität und menschliche Integrität („Kein Effekt ohne Affekt“). Führungskräfte sollen Ziele entwickeln („Wer ein Warum zu leben hat, erträgt fast jedes Wie“ – Nietzsche). Sie stützen sich dabei auf die Kenntnisse und Fähigkeiten der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Zusammenarbeit („Teamwork is the fuel that allows common people to attain uncommon results.“) muss geprägt sein von Vertrauen und gegenseitiger Unterstützung. Entscheidungen sollen transparent sein. Führung beinhaltet die Delegation von Verantwortung und Zuständigkeiten sowie den bewussten Umgang mit der übertragenen Verantwortung. Führungskräfte sind mit ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die Arbeitsergebnisse gemeinsam verantwortlich. Kontrolle hilft, Fehlentwicklung rechtzeitig zu erkennen und zu korrigieren. Die Fortbildung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und die Förderung ihrer beruflichen Entwicklung sind wesentliche Führungsaufgaben. Und bedenken Sie stets: „Verringern Sie den Kontakt zu Personen, die Heiterkeit für ein Zeichen von Debilität halten!“.

Freitag, 01.10.2021, 13:00 – 13:45 Uhr
Medizin und Management: Das Mitarbeitergespräch
Fatima Rama (München)

In dieser Veranstaltung erhalten Sie einen Überblick über das Führungsinstrument „Mitarbeitergespräche“, Erwartungen, Chancen, Risiken und viele praktische Anregungen und Tipps für Ihre Gespräche und Ihre persönliche Gesprächskompetenz.

Freitag, 01.10.2021, 14:00 – 14:45 Uhr
Medizin und Management: Konfliktmanagement
Philip Gass (München)

Konflikte gehören untrennbar zu unserem Leben. Sie entstehen unweigerlich überall dort, wo Menschen miteinander zu tun haben. Für Ärzte sind das z.B. Mitarbeiter, Kollegen, Patienten, aber auch alle anderen Lebensbereiche. Die Frage ist also nicht, wie wir Konflikte vermeiden, sondern wie wir mit ihnen umgehen. Häufig machen wir das eher intuitiv. Wir erleben sie als Kampfsituationen, die wir „gewinnen“ müssen. Dadurch entfaltet sich nicht selten eine Dynamik, die eine Lösung eher verhindert, als sie zu fördern. Dabei kann man auch mit Konflikten professionell umgehen. Mit diesem professionellen Konfliktmanagement befasst sich dieser Kurs.
Er möchte Ihnen einen Einblick bieten, wie Sie Konflikte erkennen und analysieren können, und wie Sie angemessen in konfliktbehafteten Situationen reagieren können. Am Ende stellen wir vielleicht fest, dass Konflikte sogar Chancen bieten und gar nicht so schlecht sind, wie wir immer gedacht hatten.

Kursprogramm 3
Grund- und Aufbaukurse

Fachärzte: Euro 40,-, Assistenzärzte in Weiterbildung: Euro 15,-

Samstag, 02.10.2021, 17:00 – 19:00 Uhr
Grundkurs Refraktive Chirurgie
Thomas Kohnen (Frankfurt/Main), Daniel Kook (Gräfelfing)

Der nach den KRC-Qualitätssicherungsrichtlinien zertifizierte Grundkurs stellt die präoperative Diagnostik und die Grundlagen der neueren Verfahren in der refraktiven Chirurgie (LASIK, Oberflächenbehandlung) und der Intraokularlinsenchirurgie (Phake IOLs, RLA) dar. Die Teilnahme am Grundkurs ist eine Voraussetzung für die Aufnahme auf die Anwenderliste der KRC.

Sonntag, 03.10.2021, 10:30 – 11:15 Uhr
Aufbaukurs Refraktive Chirurgie
Thomas Kohnen (Frankfurt/Main), Michael C. Knorz (Mannheim)

Der nach den KRC-Qualitätssicherungsrichtlinien zertifizierte Aufbaukurs stellt die neueren Verfahren in der refraktiven Chirurgie (Excimerbehandlung mit neuen Ablationsprofilen, Phake IOLs, Presbyopiekorrektur) und die häufigsten Komplikationen der refraktiven Chirurgie dar. Die Teilnahme am Aufbaukurs ist eine Voraussetzung für die Aufnahme auf die Anwenderliste der KRC. Zudem ist zum Verbleib auf der Anwenderliste einmal jährlich die Teilnahme an einem Aufbaukurs der KRC erforderlich.

Kursprogramm 4
Ophthalmologische Kurse

Die Teilnahme an den Kursen / Webseminaren ist nur bei gleichzeitiger Anmeldung zum Kongress möglich – Fachärzte: Euro 40,-, Assistenzärzte in Weiterbildung: Euro 15,-

Donnerstag, 30.09.2021, 14:00 – 14:45 Uhr
Komplikationsmanagement in der refraktiven Chirurgie
Andreas Frings (Nürnberg), Toam Katz (Hamburg)

Trotz der steigenden Anzahl refraktiver Eingriffe an Hornhaut und Linse mit sehr guten medizinischen Ergebnissen existieren viele Fallstricke bei Planung, Durchführung, postoperativer Nachbetreuung und ggf. notwendiger Re-Operation von Patienten mit einem refraktiven Eingriff an Hornhaut oder Linse. Der Kurs bietet im Rahmen einer Fall- und Anwender-basierten Darstellung konkrete, reale Situationen aus dem eigenen Portfolio der Vortragenden und zeigt konkrete, leitlinienkonforme Handlungs- und Lösungsvorschläge auf. Bei den Fallbeispielen werden korneal-refraktive und intraokulare Eingriffe berücksichtigt. Es wird bewusst auf die Diskussion von „Kolibris“ verzichtet, um viele Anwender zu erreichen. Ein Handout mit einer Zusammenfassung des Kurses wird den Teilnehmern zur Verfügung gestellt.

Donnerstag, 30.09.2021, 15:00 – 15:45 Uhr
Differentialdiagnose der retinalen Vaskulitis
Nicole Stübiger (Hamburg), Sibylle Winterhalter (Berlin)

Viele unterschiedliche Erkrankungen sind mit einer entzündlichen Beteiligung der retinalen Gefäße assoziiert. Um den Überblick in dem „Dschungel“ der verschiedenen retinalen Vaskulitiden nicht zu verlieren, werden die Erkrankungen bzw. die Uveitisformen vorgestellt, die typischerweise eine ausgeprägte retinale (Begleit-) Vaskulitis aufweisen. Hierbei werden in Diagnose und Therapie neben nicht-infektiösen und infektiösen Uveitiden, z.B. auch spezielle Masquerade-Syndrome präsentiert und diskutiert.

Donnerstag, 30.09.2021, 17:00 – 17:45 Uhr
Klinisch-pathologische Korrelationen am „digitalen Mikroskop“
kostenfrei, aber Anmeldepflicht!
Die Teilnehmerzahl ist auf 25 begrenzt.
Karin U. Löffler (Bonn), Claudia Auw-Hädrich (Freiburg)

Zu ausgewählten Themen (Netzhaut mit Schwerpunkt AMD, intraokulare Tumoren, intraokulare Entzündung, Erkrankungen des Sehnerven) erfolgt die Darstellung wichtiger Krankheitsbilder anhand von klinisch-pathologischen Korrelationen. Dabei soll die Vermittlung der anatomischen Grundlagen und der histologischen Veränderungen als Hilfestellung für die klinische Diagnostik, die Einschätzung des Krankheitsverlaufs und eine folgerichtige Therapie dienen. Es werden dieses Jahr erstmalig zuvor eingescannte Präparate digital live präsentiert. Im Rahmen einer interaktiven Diskussion wird hierbei besonderer Wert gelegt auf das Verständnis für das histo(patho)logische Korrelat der jeweiligen ophthalmoskopischen Befunde.

Donnerstag, 30.09.2021, 18:00 – 18:45 Uhr
Gerinnungshemmende Medikamente in der Ophthalmochirurgie – Was muss man bedenken?
Nicolas Feltgen (Göttingen), Christoph Sucker (Berlin)

Bei vielen Patienten mit einem bevorstehenden operativen Eingriff stellt sich die Frage, ob gerinnungshemmende Medikamente ab- oder umgesetzt werden müssen. Dabei muss das thromboembolische Risiko gegen das chirurgische Blutungsrisiko abgewogen werden. Da es keine klaren Richtlinien für ophthalmochirurgische Eingriffe gibt, bleibt die komplexe Entscheidung dem betreuenden Augenarzt/Anästhesisten überlassen. Der Kurs zeigt die verfügbaren Daten auf und gibt Hilfestellungen. Dazu haben wir einen interdisziplinären Ansatz mit der Perspektive eines Gerinnungsspezialisten und Anästhesisten gewählt, um die drängenden Fragen gemeinsam zu beantworten.

Freitag, 01.10.2021, 16:00 – 16:45 Uhr
Korneales Crosslinking (CXL) zur Behandlung der progredienten Keratektasie
Theo G. Seiler (Düsseldorf), Stefan Lang (Freiburg)

Biomechanische und geometrische Veränderungen der Kornea im Rahmen einer Keratektasie werden erörtert und die aktuellen diagnostischen Messtechniken vorgestellt. Die verschiedenen Indikationen des CXL werden hinterfragt und das ursprüngliche Dresden Protokoll besprochen. Unterschiede der kommerziell-erhältlichen Riboflavinlösungen und die verschiedenen Varianten des beschleunigten (accelerated) wie auch des transepithelialen CXL werden herausgearbeitet und deren Ergebnisse verglichen. Die letzten Weiterentwicklungen wie das maßgeschneiderte (customized) CXL inkl. der Applikation von zusätzlichem Sauerstoff werden diskutiert.

Freitag, 01.10.2021, 17:00 – 17:45 Uhr
Anwendung der Optischen Kohärenztomographie bei Glaukomen zur Verlaufsbeobachtung. Was können wir erwarten?
Christian Mardin (Erlangen), Philip Enders (Köln)

Die Optische Kohärenztomographie (OCT) spielt nicht nur in der Glaukombeurteilung eine bedeutende Rolle, sondern sie ist auch in der Verlaufsbeurteilung aus dem Alltag des Augenarztes nicht wegzudenken. Einflussgrößen sind hierbei nicht nur die Reproduzierbarkeit der Methoden, sondern auch der Altersverlust an axonalem, glialem und kapillarem Gewebe und begleitende Pathologien der Aderhaut, Netzhaut und Glaskörper. Myopische Papillen stellen als Beispiel eine besondere Herausforderung dar, da bereits durch die Anatomie des hoch-myopen Bulbus an Papille und innerer Netzhaut Glaukom-ähnliche Messungen und Verläufe mit der OCT generiert werden. Fortgeschrittene Glaukome machen es notwendig, bei schwierigen Verläufen die Sinnesphysiologie heranzuziehen oder auf die jüngste Entwicklung der OCT-Angiographie auszuweichen. Durch vier Vorträge wird das Spannungsfeld zwischen frühen und späten Verlaufsbeobachtungen bei Glaukomen unter Berücksichtigung der neuesten Literatur und eigener Forschungsergebnisse behandelt.

Freitag, 01.10.2021, 18:00 – 18:45 Uhr
Wenn Kinderaugen krank sind – eine besondere Herausforderung
Esther M. Hoffmann (Mainz), Kristina Spaniol (Meerbusch)

Das Kinderauge – klein, zart und verletzlich. Dieser Kurs gibt einen Überblick über die besonders herausfordernde Chirurgie bei Neugeborenen und Kindern. Thematisch werden Hornhaut, Linse, Glaukom und Netzhaut, deren Krankheiten und Behandlungen im Kindesalter präsentiert.

Samstag, 02.10.2021, 09:00 – 09:45 Uhr
Laserlab – Retinale Erkrankungen lasern, aber wie?
Nicolas Feltgen (Göttingen)

In diesem Kurs werden die wichtigsten Indikationen und Regeln zum Umgang mit den verschiedenen Lasern vermittelt. Es wird aber auch anhand von Beispielen auf bekannte Laserfehler eingegangen und diskutiert, wie man diese vermeiden kann. Dazu werden typische Fälle und Beispiele aus dem klinischen Alltag präsentiert.

Samstag, 02.10.2021, 13:00 – 13:45 Uhr
Evidenzbasierte Herangehensweise beim Einsatz von Premiumlinsen
Ramin Khoramnia (Heidelberg), Thomas Kohnen (Frankfurt/Main)

Ziel der Sitzung ist es, eine evidenzbasierte Herangehensweise beim Einsatz von Premiumlinsen vorzustellen. Hierbei wird sowohl auf die Voruntersuchung, OP-Technik sowie Nachsorge eingegangen.

Sonntag, 03.10.2021, 09:30 – 10:15 Uhr
Primärversorgung und interne Rekonstruktion schwerster Bulbusverletzungen
Wolfgang Schrader (Würzburg), Arne Viestenz (Halle/Saale)

Augenverletzungen in der BRD nehmen ab. Dieser Kurs bringt jungen Ophthalmologen die Basics der augenärztlichen Wundversorgung nahe und zeigt neben der Triagierung Wege, ein verletztes offenes Auge state of the art zu versorgen – nach dem Prinzip „So wenig wie möglich schaden“. Erfahrene Chirurgen zeigen die Grenzen der primären Wundversorgung und weiterführende Optionen der internen Bulbusrekonstruktion auf.

Sonntag, 03.10.2021, 12:30 – 13:15 Uhr
Diagnostik und Therapie der Epiretinalen Gliose: Best Practice und aktuelle Guidelines
Lars-Olof Hattenbach (Ludwigshafen), Albrecht Lommatzsch (Münster)

Die epiretinale Gliose ist ein häufiges Krankheitsbild, das konservativ wie operativ tätige Augenärzte immer wieder vor die Herausforderung der richtigen Befundinterpretation und Indikationsstellung zur operativen Therapie stellt. So können mit der immer besseren Bildqualität moderner multimodaler Bildgebungsverfahren für die Retinologie auch sehr feine epiretinale Strukturen detektiert und damit pathologische Veränderungen früh erkannt werden. Nicht immer gehen diese Veränderungen mit einer deutlichen Visusminderung oder subjektiven Sehstörungen wie Metamorphopsien einher, was die Entscheidung zur Operation zusätzlich erschwert.  

Einhergehend mit der aktuellen Stellungnahme der Fachgesellschaften zur epiretinalen Gliose bietet dieser Kurs einen umfassenden Überblick zur Pathogenese, speziellen Diagnostik, Indikationsstellung und modernen operativen Therapie. Darüber hinaus werden Sonderformen der epiretinalen Gliose wie z.B. bei einer entzündlichen Genese besprochen und diskutiert. Für jeden Themenblock ist ausreichend Zeit zur Diskussion und Beantwortung von Chat-Fragen vorgesehen.

Sonntag, 03.10.2021, 13:30 – 14:15 Uhr
Management komplexer Glaukome
Gerd Geerling (Düsseldorf), Franz Grehn (Würzburg)

In diesem Kurs wird das Management komplexer Glaukomsituationen wie den kongenitalen Glaukomen und der Kombination der Glaukomerkrankung mit Veränderungen der Linse, Hornhaut und Netzhaut dargestellt. Thematisiert wird ferner das Sekundärglaukom bei Uveitis. Neben der konservativen Therapie wird insbesondere auf die Indikation zur Operation, die Frage einzeitige oder zweizeitige Operation und weitere Besonderheiten im chirurgischen Vorgehen und in der Nachsorge eingegangen.

Sonntag, 03.10.2021, 14:30 – 15:15 Uhr
Pachychoroid: Understanding its origin, classification, and treatment options
Siegfried G. Priglinger (München), Camiel Boon (Leiden, NL)

In this DOG course, a spotlight will be shed on pachychoroid disorders of the choroid, retina, and retinal pigment epithelium. Starting point will be a discussion about the etiology of pachychoroid phenotypes (asymmetrical vortex vein drainage, rigid sclera, choroidal autoregulation, gluco/mineralocorticoid signalling etc.), including epidemiological data, imaging studies (OCT, FAG/ICGA, OCT-A) and experimental data from animal models. Next, the pachychoroid phenotypes described until today will be elucidated, including pachychoroid pigmentepitheliopathy (PPE), central serous chorioretinopathy (CSC), pachychoroid neovasculopathy (PNV), pachychoroid aneurysmal type 1 CNV (PAT1; or polypoidal choroidal vasculopathy, PCV), and peripapillary pachychoroid syndrome (PPS). These phenotypes will also be explained in their development, shedding a light on the mounting data that indicates that these are not independent diseases, but rather stages of the same disease. Current classification systems will be discussed, complemented by case reports of patients with a history of central serous chorioretinopathy developing PNV and then PAT1 over years. A focus will lie on the importance of multimodal imaging, focussing on the role of subclinical choroidal neovascularization (CNV) in central serous chorioretinopathy (CSC), defining pachychoroid neovasculopathy (PNV), which can be best appreciated with OCT angiography in, as recent data show, patients that have undergone physical exercise improving CNV blood flow. Moreover, diagnostic criteria for PAT1/PCV will be stressed, improving the detection rate of PAT1/PCV in clinical real world settings. Ultimately, therapeutic options will be discussed, including mineralocorticoid receptor inhibition (e.g. spironolacton), subthreshold laser treatment, photodynamic therapy, and anti-VEGF intravitreal injections.

We aim to establish an interactive course with sufficient time to discuss knowledge gaps in the current pachychoroid concept, giving rise to new ideas for clinical trials. Certainly, there will also be controversy, as some hypotheses made about the pachychoroid spectrum have not been fully proven yet.

At the end of the event, we hope we will have broadened the participants´ view on pachychoroid spectrum disorders, giving names to diseases we all have been seeing in the past years, but could not yet sort into a specific „disease drawer“. We also hope many ideas for experimental and clinical trials will have surfaced, and, ultimately, colleagues visiting this symposium will have more of a uniform view of the pachychoroid spectrum, unifying treatment approaches that one day might become valid treatment recommendations.

E-Campus

Auf der Fortbildungsplattform der DOG, dem E-Campus, sind derzeit folgende Kurse buchbar:  

  • IVOM-/PDT-Grundkurs (10 CME-Punkte)
  • IVOM-/PDT-Aufbaukurs (6 CME-Punkte)
  • Genetik-Kurs „Neue Anforderungen an den Augenarzt in der Diagnostik erblicher Netzhauterkrankungen im Zeitalter der Gentherapie“ (4 CME-Punkte)

Alle Teilnehmer der DOG 2021 online erhalten 15 % Rabatt auf die Angebote im E-Campus.