DOG 2022

oregis – DOG-Registers

Wissen durch Behandungsfalldaten generieren: Vorstellung des DOG-Registers „oregis“

Am Samstag in der Zeit von 9.15 bis 9.45 Uhr wird Frau Professor Nicole Eter auf dem DOG Forum digital in Halle 2 über „oregis – das ophthalmologische Register der DOG“ sprechen. Die digitale Datenbank fasst anonymisierte Behandlungsfalldaten aus augenärztlichen Praxen und Kliniken zentral zusammen. Ziel ist es, die Versorgungsforschung in Deutschland durch fundierte Analysen zu verbessern, da auf dem Gebiet ophthalmologische Datensammlungen Nachholbedarf besteht.

So hat sich die US-amerikanische IRIS-Datenbank („Intelligent Research in Sight“) sehr erfolgreich entwickelt und erfasste zuletzt über 440 Millionen Besuche von über 73 Millionen Patient*innen. Auch die australischen „Save Sight Registries“ sammeln seit 2009 Daten zu relevanten Augenerkrankungen wie unter anderem Glaukom oder Melanom und verzeichneten zuletzt 600.000 Visits aus 20 Ländern. Das „National Cataract Audit“ in Großbritannien verfügte zuletzt über Daten von etwa 250.000 Kataraktoperationen mitsamt Nachuntersuchungen, was in etwa der Hälfte der insgesamt in dem Zeitraum in England und Wales durchgeführten Kataraktoperationen entspricht.

Oregis enthält derzeit mehr als 380.000 Patient*innen. Erste Auswertungen zu Forschungsfragen sind gestartet. In Kürze soll oregis allen Kliniken und Praxen in Deutschland zum Anschluss offenstehen, die über ein kompatibles Praxisverwaltungssystem verfügen. Der Anschluss über das Praxisverwaltungssystem Fidus ermöglicht schon jetzt eine automatisierte, sichere Datenübertragung. Die manuelle Dateneingabe über Subregister ist jederzeit möglich. Weitere Informationen unter www.oregis.de.