DOG 2022

DOG pura – Kongress und Nachhaltigkeit

Die DOG 2022 und
der Schutz unserer Umwelt

Dieses Logo wird Ihnen auf der DOG 2022 immer ­wieder be­gegnen. Gekennzeichnet sind damit Drucksachen und Papiere aus verantwortungsvollen Quellen, wiederverwendbare Messestände und andere umweltfreundliche Alter­­na­tiven zu den üblichen Materialien und Verfahren.

Damit werden wir das ­globale Klima­problem nicht lösen, aber wir machen einen Schritt in die richtige Richtung. Und weitere Schritte werden ­folgen!

Haben Sie Fragen oder Anregungen? Kommen Sie zu uns an die DOG Lounge und sprechen uns an. Oder schreiben Sie uns:
pura@dog.org

Hier tut sich schon etwas:

Digitalisierung des Kongresses

Online-Registrierung hilft den Papierverbrauch zu senken.
Kongresswebseite und Online Programm-Planer bieten die Möglichkeit, sich papierlos zu informieren.

Minimierung Printmedien

Auslagen auf dem Kongress werden weiter reduziert. Ankündigungswände zur Infor­mation unterstützen uns und Dritte dabei – online und offline. Ein Großteil der Drucksachen, auf die wir (noch) nicht verzichten können, wird auf umwelt­freund­lichem Papier und CO2-neutral gedruckt. 
Das dicke Hauptprogramm wurde auf einen dünnen Overview reduziert. 

Mehrweg

Messebauelemente und Beschilderung werden aus weitgehend umweltschonenden oder recycelten Materialien erstellt und nach Möglichkeit in den Folgejahren wieder­verwendet.

Namensschilder und Co.

­Lanyards und Kugelschreiber sind aus nachhal­tigen Materialien produziert und werden nach dem Kongress gesammelt und wieder­verwendet. Auf die Kongresstasche und deren Inhalt wurde ganz verzichtet.

Des Weiteren werden die Staff T-Shirts so gestaltet und hergestellt, dass diese für mehrere Jahr verwendet werden können.

Mit der Bahn zum Kongress

­Dank des günstigen Kongresstickets können alle Teilnehmer mit der Deutschen Bahn zur DOG 2022 reisen – mit 100 % Ökostrom.

Nachhaltiges Kongresszentrum

­Das Estrel Berlin engagiert sich für Nachhaltigkeit in verschiedenen Bereichen (Catering, Energie und Heizung, Abfallmanagement, Wasser und ­Reinigung, soziale Aspekte etc.).
Nachhaltige Partner
Unsere Kongressorganisation und weitere Partner haben sich zu nachhaltigem Handeln und Umweltschutz verpflichtet. Viele erbringen freiwillige Um­weltschutzleistungen über die gesetzlichen Standards hinaus.

pura auch als Kongress-Inhalt:

Nachhaltigkeit in der Augenheilkunde

Nachhaltigkeit muss in alle Bereiche
Klar ist, dass auch Augenärzte in ihrem Berufsfeld ökologisch nachhaltiger arbeiten müssen und sich deshalb auf die Suche nach konkreten, effektiven Lösungen machen müssen.

Unsere ersten Schritte 2022:
Im Fachorgan „Die Ophthalmologie“ wird es einen ­Schwerpunkt mit mehreren Übersichtsarbeiten zu den in der Augenheilkunde liegenden spezifischen Ursachen, Krankheitsfolgen und Maßnahmen gegen den Klima­wandel geben.

Gleichzeitig erarbeitet die AG DOG-Ethik in der Augenheilkunde
ein Positionspapier für eine ökologisch nach­hal­tigere ­Augenheilkunde.

Im Kongressprogramm gibt es ein Symposium und mehrere Keynote Lectures von herausragenden Referenten, wie z. B. den Wirtschaftswissenschaftler (und Theologen) Prof. Dr. Ottmar Edenhofer, Direktor und Chefökonom des Potsdam-Instituts für Klima­folgen­forschung und Vater des CO2-Preises.

Veranstaltungen 2022

DOG pura Award – Ideenwettbewerb für Ökologische ­Nachhaltigkeit in der Augenheilkunde

Die Augenheilkunde als ein Fach mit einer sehr großen, oft ambulant behandelten Patientenzahl muss ihren Beitrag zu einer mehr an Nachhaltigkeit orientierten Entwicklung leisten. Die besten Ideen werden in der Eröffnungsveranstaltung prämiert.
(Donnerstag, 29. 9. 2022, 18:15 Uhr, Auditorium von Graefe)

DOG pura Award
Ideenwettbewerb für Nachhaltigkeit
in der Augenheilkunde

gestiftet von der Stiftung Auge

Mit Nachhaltigkeit wird die Fähigkeit bezeichnet, zu existieren und sich zu entwickeln, ohne die natürlichen Ressourcen für zukünftige Generationen zu erschöpfen. Angesichts der ökologischen Herausforderungen gilt es in möglichst vielen gesellschaftlichen Bereichen CO2-Emissionen zu reduzieren und Rohstoff- und Energieverbrauch zu senken. Auch die Augenheilkunde als ein Fach mit sehr vielen, oft ambulant behandelten Patienten muss ihren Beitrag zu einer mehr an Nachhaltigkeit orientierten Entwicklung leisten. Um diese Entwicklung zu fördern, haben die DOG und die Stiftung Auge zu einem Ideenwettbewerb eingeladen, der allen in der Augenheilkunde Tätigen (Ärzten, Industrie, Patienten) offen-stand. Eingereicht werden konnten Vorschläge, wie der Alltag in Forschung, Lehre und Patientenversorgung nachhaltiger gestaltet werden kann. Gesucht wurden Ideen, die möglichst praxistauglich sind und zeitnah und effizient implementiert werden können.

Auf die erste Ausschreibung haben gleich neun Bewerber gute Vorschläge eingereicht. Unter diesen hat die Jury vier besonders vielversprechende Projekte ausgesucht.

Jurymitglieder

Prof. Dr. Gerd Geerling (Düsseldorf, Vorsitz mit Stimmenthaltung)
PD Dr. Johannes Birtel (Bonn, mit Stimmenthaltung)
Ph.D. Hanna Farber (Tübingen)
Prof. Dr. Horst Helbig (Regensburg)
PD Dr. Dr. Bettina Hohberger (Erlangen)
Prof. Dr. Hans Hoerauf (Göttingen)
Karlheinz Strauß (Jena)

1. Preis

Dr. Michelle Herrmann

(Düsseldorf)

Dr. Christoph Holtmann
(Düsseldorf)

Titel des Projektes:
Untersuchungen zur Nachhaltigkeit von Einweg- und Mehrweginstrumenten in der Augenheilkunde



Laudatio

Prof. Dr. Gerd Geerling, Juryvorsitzender

Dieses Projekt zielt auf die Katarakt-OP. In einem ersten Schritt wird fragebogenbasiert der aktuelle Stand der Verwendung von Einweg-, Mehrweg- und Hybridinstrumenten in der Kataraktchirurgie in Praxen und Kliniken erhoben. Im zweiten Schritt sollen drei standardisierte Instrumentensets bzgl. des materialabhängigen Ressourcen- und Kostenaufwands mittels Life Cycle Assessment verglichen werden. Bei erfolgreichem Projektverlauf bietet es die Möglichkeit einer evidenz-basierten Bewertung des Ressourcenaufwands von Einweg- und Mehrweginstrumenten bis hin zur Erarbeitung einer Empfehlung bzgl. ressourcenschonender Instrumentensets.

2. Preis

Dr. Christian Girbardt
(Leipzig)

Titel des Projektes:
CO2-Inventar der DOG (CID) – Ökologischer Fußabdruck intraokularer Chirurgie



Laudatio

Prof. Dr. Gerd Geerling, Juryvorsitzender

Ziel dieses Projektes ist es, den bislang nicht quantifizierten Ressourceneinsatz im Rahmen des zweit-häufigsten ophthalmo-
chirurgischen Eingriffs, der Katarakt-Operation, detailliert zu erheben. Der Energieverbrauch von Räumen, Geräten, Sterilisationsprozessen, Medikamenten, Verbrauchsmaterialien, Fahrtwegen und Abfallaufkommen sollen multizentrisch und strukturiert erfasst werden, um eine gezielte Optimierung unter gesetzlichen Rahmenbedingungen zu ermöglichen. Pilotdaten liegen bereits vor. Die Methode des Lifecycle Assessment soll eingesetzt werden.

3. Preis (zweigeteilt)

Prof. Dr. Peter Charbel Issa

(Oxford)

Titel des Projektes:
Umdenken bei intravitrealen Injektionen: Nachhaltigkeit durch Reduktion von Klinikabfall



Laudatio

Prof. Dr. Gerd Geerling, Juryvorsitzender

Das Projekt von Herrn Professor Issa wird zunächst an verschiedenen Zentren in Deutschland und Großbritannien das für intravitreale Injektionen genutzte Material erheben, diesen Aufwand in einem 2. Teilschritt an einem großen Zentrum unter Qualitäts-Monitoring minimieren und die potentiellen materiellen und finanziellen Einsparungen quantifizieren. Die Jury sah in diesem Projekt für den häufigsten in der deutschen Augenheilkunde durchgeführten Eingriff ein großes Skalierungspotential.

Dr. Thomas Diehm
(Mannheim)

Titel des Projektes:
Nachhaltigen Einsatz von ophthalmologischen Einmalprodukten durch innovative Fertigungs- und Recyclingtechnologien


Laudatio

Prof. Dr. Gerd Geerling, Juryvorsitzender

Herr Dr. Diehm beschäftigt sich mit dem in der Ophthalmologie wachsenden Trend hin zur Nutzung von Einmalinstrumenten. Ziel seines Projektes ist die Reduktion des CO2-Fußabdrucks von einmalig verwendeten Instrumenten durch Etablierung eines Recycling-konzeptes. Dabei sollen die Instrumente sterilisiert und nach Materialtrennung hochwertige sortenreine Regranulate hergestellt werden. Herr Dr. Diehm hat dieses Projekt als Mitarbeiter eines Unternehmens der ophthalmologisch engagierten Industrie vorgeschlagen.

Symposium – Ökologische Nachhaltigkeit in der Augenheilkunde – Wie kann das gehen?

Der Klimawandel stellt nicht nur ein Gesundheitsrisiko dar, sondern ist auch ein durch das Gesundheitswesen mitverursachtes Phänomen. Neben Ursachenforschung und Dokumentation der Auswirkungen auf den Menschen sind Maßnahmen zur Mitigation und Adaptation an dieses Phänomen zu entwickeln. Dieses Symposium zeigt Heraus­forderungen und Beispiele für eine ökologisch nachhaltige Augenheilkunde für eine solche Entwicklung auf.
(Freitag, 30. 9. 2022, 8:30 – 9:45 Uhr, Saal Donders)

EyeCycle – Radfahren zu Gunsten der ­Nachhaltigkeit

Der Präsident der DOG hat sich das Ziel gesetzt, im Rahmen seiner Amtszeit und -tätigkeit bis zu 1.000 km mit dem Fahrrad zurück­zulegen – für mehrere „präsidiale Dienstreisen“ und zum Kongress wird er mit dem Rad fahren. Es besteht die Möglichkeit, diese Radfahrten mit Kilometergeld zu unterstützen. Jede Spende kommt der Stiftung Auge zugute.
(Details auf stiftung-auge.de)

Pura Challenge Award – Nachhaltigkeits-Challenge für Industriepartner der DOG-Kongresse

Alle teilnehmenden Firmen werden mit unserem DOG-pura Logo
auskennzeichnet und besonders herausragendes Engagement wird am Sonntag beim Farewell prämiert.
(Sonntag, 2.10.2022, 13:00 Uhr, DOG Lounge)

Die DOG dankt allen teilnehmenden Firmen:
Alimera, Aprfol, Bayer, Bon, Chiesi, Eyetec, Fidus, Heidelberg, Human Optics, i.com medical, Innoforce, J&J, medways, PharmaStulln, Plusoptix, Roche, tpm taberna pro medicum und Ziemer